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Dissidenz, Christian Haueter, Susi Bodmer, Marlen Baumann-Stähli, Herbert Walker, Peter Mathys, Marc Fritschi, Urs Hadorn

Urs Hadorn, Leiter Sozialdienste Wattenwil:

 

Ein überzeugter, handgestrickte blaue Socken und Hochwasser-Hosen tragender, ländlich orientierter, theatralisch wirkender Mann in den 60gern. Selbst auf einem (hohen) Gericht erscheint er in einer Bekleidung, die eher an einen Waldarbeiter, oder Gärtner erinnert als an den Leiter eines Sozialamtes. Seine Physiognomie erinnert einen an die Zwergenstatuen in bürgerlichen Vorgärten - nicht zuletzt wegen seines Bartes, den er vermutlich bereits seit Jahrzehnten, in jener Art vorgartenidyllischen Ausdrucks stumpfer Geselligkeit und stolzer Gesinnung trägt. Seine ausufernden gestikulierenden Handbewegungen unterstreichen sein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und wirken,  zusammen mit den ausschweifend vorgetragenen Hypothesen und Spekulationen, auf einen denkenden Menschen lähmend, sind sie doch in einer derart plumpen Durchschaubarkeit vorgetragen, die einen verunsichert und man nicht mehr weiß, ob weinen oder lachen angesagt ist: Verbaler Lärm, in welcher Form auch immer wirkt lähmend - und ein wohlgeratener Mensch liesse sich kaum auf ein solch tiefes Niveau herabziehen. Auch anderweitig, wie erwähnt, macht Urs Hadorn sehr auf Understatement, was sich an seiner beachtlich deutungsvollen Aufwartung ablesen lässt. Ist er gar ein veralteter Sozi, der die Seiten gewechselt hat, aber noch immer handgestrickt herumläuft?

 

Zu den Fakten:

Urs Hadorn hat anlässlich einer Besprechung auf dem Regierungsstatthalteramt eindeutig gelogen, um zu einem vorteilhaften Entscheid zu gelangen: Er, Urs Hadorn habe die Kindsmutter zurückhalten (zurückbinden) müssen in ihrem Bestreben das Kind dem Vater zu Besuchen zu überlassen.

Eine eindeutige Schutzbehauptung und Lüge zum eigenen Vorteil, die sich weder in den Akten, noch in Aussagen der Mutter bestätigt findet. Eine solche Bereitschaft seitens der Kindsmutter gab es nie. Die Aussage von Urs Hadorn „entwich“ ihm  als Unregelmässigkeiten in Verfahrensfragen des Sozialdienstes (unter seiner Leitung) vom Vater zur Diskussion gestellt wurden: Der Vater wurde auf dem Sozialdienst noch nicht einmal befragt, resp. es fand keine Besprechung unter Beteiligung des Vaters statt.

In Abwesenheit (!) wurde er dazu verurteilt, er dürfe sein Kind nur unter Aufsicht sehen - ohne Begründung wohlverstanden! Selbstverständlich war Regierungsstatthalter Marc Fritschi noch so dankbar über das Votum von Urs Hadorn, konnte er doch damit den Vater unglaubwürdig machen. Der Filz um die Sozialdienst Wattenwil, die Vormundschaftsbehörde Seftigen, und den Regierungsstatthalter Marc Fristchi, haben ein unerträgliches Mass angenommen.

 

Urs Hadorn erachtete es auch noch im Jahr 2010 als notwendig mit tendenziösen Spekulationen und Unterstellungen zu Lasten des Vaters und in der Funktion als Beistand von Joel Brunner (was besonders stossend ist) das „Wohl des Kindes zu vertreten“. Er beachtet dabei nicht, dass gerade er die Ursache ist, dass das Kind ohne Vater aufwächst. Im Gegenteil, noch heute rechtfertig er dieses Verdikt vor Gericht; nur eines zählt für ihn: eine möglichst hohe Alimentesumme entgegen jeglicher Vernunft und damit die Schuldenanhäufung auf Seiten des Vaters bis hin zu dessen Ruin. Die Entwicklungsbedürfnisse des Kindes sind kein Thema mehr und waren es auch nie.

 

Es ist die gleiche, resp. eine vergleichbare Gesinnung, die zu früheren Zeiten in der schweizerischen Geschichte erst die Kindeswegnahmen der Jenischen und den Skandal der Verdingkinder, aber auch die Wegsperrung von jungen Frauen in die Gefängnisanstalten (weil sie unmündig und unverheiratet Schwanger wurden) ermöglichte. Es sind dies die erzkonservativen, auf staatliche oder kommunale Macht begründeten Regelungs- und Kontrollstrukturen, die Urs Hadorn vertritt. Noch heute leiden viele Menschen unter diesen vergangenen Machenschaften. Recht hat wer Macht hat. Jeglicher soziale Gedanke fehlt. Solchen Leuten kann nur mit fortschrittlichen Direktiven das Handwerk gelegt werden – wenn überhaupt: Wie sich solche Machtmenschen in ihrem internen Filz absprechen und ihr daraus erzeugte Handlungsweisen hinter der aktuellen elastischen Gesetzgebung zu rechtfertigen wissen, lässt sich letztlich nicht kontrollieren und wirft gerade deshalb die immer wiederkehrende Frage nach einem moralischen Gewissen solcher Staatsdiener hervor. Selbstverständlich wollen diese subalternen Gesetzesinterpreten später immer nur als Befehlsempfänger von oben definiert werden, wie selbstredend anhand der Aufarbeitung der einschlägigen Deutschen Vergangenheit (Nationalsozialismus), dem Zusammenbruch der Staatsidiktatur im Osten Deutschlands, aber auch anhand vieler anderer Beispiele abzulesen ist. Nie hat es einen Staatsdiener gegeben, der Fehler eingestehen würde. Jeder handelt aktuell aus Überzeugung  - und sollten sich die Zeiten ändern -  wird er sagen, er habe nur gedient.

 

Die gegenwärtigen Tendenzen und schleichenden Bemühungen des Staates seine Bürger zu überwachen, zu kontrollieren und damit zu drangsalieren wirken bedrohlich. Urs Hadorn, wie überhaupt der ganze Filz aus Seftigen, fühlt sich aufgehoben in dieser Schemata.

 

Das Verhalten deckt sich ganz und gar mit tendenziösen Ergüssen rechtsbürgerlicher Kreise, die besagen, dass wer nicht in Lumpen gekleidet auftritt nicht als arm gilt. Siehe dazu auch einschlägige kontroverse Medienpublikationen in der Weltwoche betr. Armut in der Schweiz.

 

Einige Beispiele:

Wer Arbeit sucht wird fündig.

Wer arbeiten will, findet eine Anstellung.

Wer nicht in Lumpen auftritt ist nicht wirklich arm.

Persönliche Freiheit gibt es nicht und darf es nicht geben.

Kontrolle und Überwachung bis in familiäre Strukturen hinein sind zu befürworten.

Wer gehorsam und staatstreu lebt hat auch nichts zu befürchten.

Der Bürger hat sich den Direktiven des Staates unterzuordnen.

Psychologische Aspekte, soziales Denken sind Fremdwörter.

Ethik, Moral bleiben aussen vor.

Die Gesellschaft schafft sich selbst ihre Strukturen, basierend auf der Denkweise des Pöbels.

 

 

So lebt es sich nach dem Motto: Ist der Ruf einmal ruiniert lebt’s sich ungeniert. Angesichts der machtvollen Dummheit behördlicher Protagonisten, bleiben wenig Alternativen – ausser Auswandern vielleicht.

 

Urs Hadorn, Sozialdienste Wattenwil

Regierungsstatthalter Marc Fritschi

Vormundschaftsbehörde Seftigen

Joel Brunner